Mittwoch, 4. Dezember 2013

Fanboys

Ich weiß, allein mit dem Titel begebe ich mich auf Eis, so dünn, wie der Wandzeichnungs-Link in A Link Between Worlds, aber aus bestimmten Gründen erscheint mir dieses Thema überaus wichtig.
Der wichtigste dieser Gründe ist wohl, dass die überaus populäre Nintendo-Seite Nintendo-Online vor kurzem eine den Sony-Systemen gewidmete Schwesterseite namens PS-NOW eröffnete. Dies wäre nur halb so dramatisch, wenn die beiden Seiten nicht ein Forum teilen würden. Gerade durch diese Entscheidung fühlen sich viele der Nintendo-Fans gestört. Nicht nur, weil man nun nicht mehr ausschließlich Nintendo-Fans im Forum findet, sondern weil viele meinen, Sony-Fanboys seien die schlimmsten Fanboys von allen. Dazu hier ein paar Zitate:
Die andre Seite werde ich zwar nie benutzen... aber ich mach mir große Sorgen das diese "Sony Fanboys" die immer alles schlecht machen von anderen Herstellern, wo sich massenhaft zum Bsp.: auf Spieletipps Beiträgen ansammeln, hier dann auch sind x_x
Wenn das passiert bin ich weg hier ~
Pomme de Terre
Das Problem ist das viele Sony als eine Art Sektenführer ansehen und die Playstation in den Himmel loben und die Konkurrenz schlecht reden wo sie nur können. Ich kann dieses "Sony ist am geilsten und die Playstation ist die beste Konsole!!!11!11!!" nicht mehr hören. Sony Fanboys sind die Schlimmsten von allen, deswegen hoffe ich das die nicht dafür sorgen werden das hier alle Nintendo Spieler vertrieben werden
 Finn
Tatsächlich habe ich selbst schon oft in den weiten des Internets gehört, wie großspurig und agressiv Sony-Spieler Nintendo-Konsolen als Kinderspielzeug verachten und Xbox-Spieler angiften.
Xbox-Spieler giften im allgemeinen mit ähnlicher Agressivität zurück, wodurch gerade zu dieser Zeit, in der Microsoft und Sony auch in die achte Konsolengeneration einsteigen die heftigsten Schlachten ausgetragen werden. Trotzdem erscheinen mir persönlich die Xbox-Fans deutlich seltener der Auslöser zu sein. Ebenso fallen mir Feindschaften gegenüber Nintendo auch kaum auf.
Nintendo-Spieler, zu denen ich mich zähle sind jedoch auch keine ruhigen Gesellen. Laut meiner Erfahrung schimpfen diese gern über schlechte Exklusivtitel bei den anderen Herstellern, sowie Sachen, die diese (oft tatsächlich) bei Nintendo abgekupfert haben und verteidigen vehement und oft übertrieben alle Kritiken an Nintendo-Spielen indem sie diese in den Himmel loben. Zusätzlich beschweren sich Nintendo-Nutzer ironischerweise sehr gern über Nintendos Entscheidungen. Statt Super Mario 3D World wollen sie ein Mario Galaxy 3, statt Donkey Kong Country: Tropical Freeze wollen sie ein neues Metroid von Retro Studios und so weiter. Ich will nicht behaupten, dass die anderen Fankreise nicht ähnlich wären, man bedenke nur den Bayonetta 2-Shitstorm, aber während meiner Recherchen erschien dies oft als Kritikpunkt an der Nintendo-Fankultur.
PC-Spieler sind wieder ein anderes Kaliber. Während sie Nintendo-Spieler aufgrund des großen Unterschieds ignorieren, amüsieren sie sich hochnäsig über die Kriege von Xbox- und Playstation-Fans in ihrem Glauben, dass deren Konsolen nur versuchen, einen PC zu imitieren und diesem nicht das Wasser reichen können.

Da ich vorzugsweise Nintendo-Spieler bin, sind meine Erfahrungen zu diesem Thema auch eher beschränkt und da sich natürlich nicht alle Fans über einen Kamm scheren lassen, sei dieser Artikel auch nicht allzu ernst zu nehmen. Dies sei viel mehr ein Ausdruck meiner persönlichen Einschätzungen.
Der nächste Artikel wird wieder etwas objektiver gestaltet sein. Versprochen! :)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Der Sinn und Unsinn von DLCs und Add-Ons

DLCs (Downloadable Content) sind ein Thema, welches erstmals besonders stark in der siebten Konsolengeneration aufkam. Dank des Internets und der dadurch möglichen Verbreitung von Daten in allen Arten von Größen und der Etablierung unterschiedlicher Online-Bezahldienste wurden Spieleentwicklern Mittel an die Hand gelegt, willige Käufer zu melken und heutzutage kommt kaum noch ein Spiel, das nicht mit besonderen Kostümen für Erstkäufer, herunterladbaren Waffen oder Season Passes, die schon im Vorneherein den Erhalt eines Teil in Zukunft erscheinender DLCs sichert winkt.
Im folgenden werden bestimmte Elemente von DLCs klassifiziert, Beispiele erbracht und bewertet.

1. Die Anfänge: Erweiterungspakete

Ende der 90er kamen die ersten Erweiterungspakete auf. Da das Internet zu dieser Zeit noch nicht wirklich verbreitet und schon gar nicht zum Download größerer Datenmengen geeignet war, kamen diese auf physischen Datenträgern, sprich CD-ROMs in den Handel. Diese hatten eine Eigene Hülle und waren in der Regel mit dem Schriftzug "Zum Spielen wird das Hauptspiel benötigt!" versehen. Der bekanntesten Vertreter damals war Maxis' Lebenssimulation "Die Sims" welches über drei Jahre durch sieben Erweiterungspakete mit neuen Möbeln und Gameplay-Elementen versorgt wurde. So gut wie jedes große Spiel erhielt damals meinst ein Erweiterungspaket mit meist sinnvollem Inhalt. Frühe Beispiele wären "Warcraft II: Beyond the Dark Portal" für "Warcraft II: Tides of Darkness" oder "Der Ausnahmezustand" für "Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt".
Größere Erweiterungspakete für Spiele erscheinen nach wie vor, neben einer Download-Variante manchmal sogar auf physischen Datenträgern. Zu nennen wäre hier besonders Bethesdas Rollenspiel-Epos "The Elder Scrolls" welches seit dem dritten Teil mit dem Untertitel "Morrorwind" jeden neuen Ableger mit mindestens zwei großen Erweiterungspaketen versorgt. Besonders im Falle von "The Shivering Isles" ("TES IV: Oblivion") und "Dragonborn" ("TES V: Skyrim") sind viele Spieler der Meinung, dass diese sogar besser waren als das Hauptspiel.
Erweiterungspakete sind eine tolle Sache, Spiele mit neuen Inhalten zu versorgen und solange das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für alle Fans des Hauptspiels einen Kauf wert.

Weitere Beispiele:
  • Age of Empires II: The Age of Kings
    • Age of Empires II: The Conquerers
  • Diablo 2:
    • Diablos 2: Lord of Destruction
  • The Elder Scrolls III: Morrowind
    • The Elder Scrolls III: Tribunal
    • The Elder Scrolls III: Bloodmoon
  • Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II
    • Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II: Aufstieg des Hexenkönigs
  • World of Warcraft
    • World of Warcraft: The Burning Crusade
    • World of Warcraft: Wrath of the Lich King
    • World of Warcraft: Cataclysm
    • World of Warcraft: Mists of Pandaria
Das erste Erweiterungspaket für "Die Sims" mit der stadardmäßigen Bemerkung 'Nur mit dem Originalspiel "Die Sims" zu spielen'

2. Auch ohne Hauptspiel: Stand-Alones

Das Problem von Add-Ons ist, dass sie, um sie spielen zu können, das Hauptspiel vorraussetzen und man somit nur Käufer des Originals erreicht. Abhilfe dazu schaffen die Stand-alone-DLCs oder Stand-Alone-Erweiterungen, welche einzeln erwerb- und spielbar waren. Dieses Verfahren wurde oft bei umfangreichen Erweiterungen angewandt, die eine andere Story erzählten als das Hauptspiel und somit auch kein Vorwissen oder einen fortgeschrittenen Charakter benötigten. "New Super Luigi U", welches neben einer Veröffentlichung im Wii U-eShop als Erweiterung von "New Super Mario Bros. U" auch in einer schicken grünen Hülle im Handel landete, spielt man eine alternative Variante des Hauptspiels mit kürzeren, dafür schwereren Levels und einem leicht veränderten Charakterraster. Da die Erweiterung etwa denselben Umfang wie das Hauptspiel hat, war es möglich, es als eigenständigen Titel zu veröffentlichen. Somit war es möglich, Leuten, die von dem immer wiederkehrenden, für fortgeschrittene Spieler eher leichten New Super Mario Bros.-Spielprinzip gelangweilt waren, diese neue Erfahrung anzubieten.

Weitere Beispiele:

  • Half Life: Blue Shift & Half Life: Opposing Fronts
  • Fallout: New Vegas
  • Red Dead Redemption: Undead Nightmare

Die Disc-Version von "New Super Luigi U" ist auch ohne das Hauptspiel "New Super Mario Bros. U spielbar

3. Ein neuer Hut: Kleinere Download-Contents

Eine heutzutage sehr stark verbreitete und umstrittene Art des DLCs ist der Verkauf einzelner Gegenstände, Levels oder Charaktere zu meist ungerechtfertigten Preisen. Leider ist diese Geschäftsform heute sehr stark verbreitet. Ob rund 5€ für einen neuen Kämpfer oder 3€ für drei Skins in "Injustice: Gods Among Us" oder 5,39€ für einen Hut in "Team Fortress 2" gerechtfertigt sind, muss jeder für sich entscheiden.
Richtig ärgerlich wird es für gewillte Käufer, wenn solche kleinen Extras aufgrund bestimmter Verträge nur auf einer Konsole vorhanden sind, wie das "Knightfall Pack" für "Batman Arkham Origins", welches für alle Kunden der Playstation 3-Version beiliegt.
Viele heutige Spiele bieten zudem einen Season Pass an, mit dem man kostengünstiger ein Abo für alle zukünftig erscheinenenden DLCs sichern kann.
Oftmals wird dieses Prinzip im sogenannten Free-to-Play-Geschäftsmodell verwendet, bei dem das Grundspiel kostenlos ist, der Spieler aber sein echtes Geld meist in eine Ingame-Währung umtauscht, mit der er spezielle Gegenstände kaufen kann oder schneller vorankommt, was oftmals in kompetitiven Spielen dazu führt, dass der Sieg im Spiel eher vom Geldbeutel abhängig wird, als von den Fähigkeiten des Spielers. Ein Negativbeispiel für dieses umgangssprachliche Pay-to-Win-Konzept sind Spiele wie "Battlefield Heroes" in dem man extrem starke Ausrüstung und Waffen für Echtgeld kaufen kann und damit andere Spieler kaum noch eine Chance haben.

Dies soll das Ende unseres kleinen Ausflugs in die Welt der DLCs sein. Ich hoffe ich konnte allen einen guten Einblick in die Welt der DLCs verschaffen. Falls ihr mit meiner Auflistung nicht ganz zufrieden seid, eure eigenen Erfahrungen zu DLCs teilen wollt, oder mir einfach erzählen wollt, wie toll ich bin, könnt ihr dafür die Kommentarfunktion nutzen.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Was geschieht hier?

Hallöchen allerseits,

dies hierist Gaming Garo! und wie ihr euch denken könnt bin ich Garo und spiele Videospiele. Das soll natürlich auch der essentielle Punkt dieses Blogs sein. Ich setze mich mit Themen aus dem Bereich Videospiele auseinander und gebe meine Meinung dazu ab.
Ich hoffe auf viele eifrige Leser und Kommentatoren.